LST

LST ist die Abkürzung für:

  • Landungsboot, (engl. Landing Ship Tank)
  • Least Laxity First (engl. Planen nach Spielraum), Scheduling-Verfahren
  • Launceston Airport, IATA-Code des Flughafens in Tasmanien
  • Large Space Telescope
  • Leit- und Sicherungstechnik bei der Sicherung von Zugfahrten

Lauterkeitsrecht

Während das Kartellrecht vorwiegend Wettbewerbsbeschränkungen hintan halten will, wendet sich das Lauterkeitsrecht vorwiegend gegen “exzessiven” Wettbewerb, nämlich gegen den so genannten unlauteren Wettbewerb.

Das Lauterkeitsrecht ist im Wesentlichen im UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb) geregelt. Aufgrund seiner vielen offenen Regeln (z.B. Formulierungen wie “gegen die guten Sitten”) überlässt das Gesetz die Konkretisierung den Gerichten und gibt damit dem Richterrecht (”case law”) viel Spielraum, um flexibel auf immer neue Werbemethoden (verbietend oder erlaubend) zu reagieren.

Während das Kartellrecht überwiegend von Behörden amtswegig vollzogen wird, wird das UWG aufgrund von Klagen (gegen Unternehmer) bei Zivilgerichten durchgesetzt (”private enforcement”).

Das Gemeinschaftsrecht versucht, einige Bereiche des UWG zu harmonisieren. Beispielsweise die Richtlinie über irreführende und vergleichende Werbung (betrifft unlautere Geschäftspraktiken und vergleichende Werbung B2B und B2C); und die neue Richtlinie betreffend unlautere Geschäftspraktiken B2C
(im EP am 24. Februar 2005 beschlossen).

Das UWG ist Teil des Gewerblichen Rechtsschutzes zum Schutz des gewerblichen Eigentums. Das UWG wird oft als “Recht der Werbung” bezeichnet (das trifft zwar den Kern des UWG, aber nicht dessen viel breiteren Anwendungsbereich, etwa auch außerhalb der Werbung).

János Kádár

János Kádár [] (* 26. Mai 1912 in Fiume; † 6. Juli 1989 in Budapest, Geburtsname: János Csermanek), war ein Kommunist und ungarischer Politiker. Von 1956 bis 1988 war er Erster bzw. Generalsekretär der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei. Von 1956 bis 1958 und von 1961 bis 1965 war er auch Ministerpräsident von Ungarn.

Inhaltsverzeichnis


Jugend

Kádár wurde in der damals verkehrsreichsten österreichisch-ungarischen Hafenstadt Fiume geboren. Seine Mutter, Borbála Czermanik, war slowakisch-ungarischer Abstammung und arbeitete als Dienstmädchen. Sie heiratete den Vater Kádárs, János Krezinger, nicht und zog ihren Sohn alleine auf. Er wurde katholisch getauft und trägt den Familiennamen der Mutter.

Im Alter von 17 Jahren schloss er sich der illegalen kommunistischen Bewegung an. 1933 wurde er deswegen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Einen Teil seiner Strafe saß Kádár im Csillag-Gefängnis in Szeged ab, wo er unter anderem Mátyás Rákosi kennenlernte. Nach seiner Freilassung trat er in die MSZDP ein.

Im April 1944 wurde er nach Jugoslawien entsandt, um mit den im Exil lebenden kommunistischen Führern Kontakte herzustellen. An der Grenze wurde Kádár verhaftet, unter Verheimlichung seiner Identität als flüchtiger Soldat angeklagt und schließlich zu zwei Jahren Haft verurteilt. Im November desselben Jahres flüchtete er und kehrte nach Budapest zurück, wo er während der Belagerung der Stadt vom Zentralkomitee zum stellvertretenden Polizeichef ernannt wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Kádár Sekretär des Zentralkomitees, kurz darauf Mitglied des Politbüros.


Volksaufstand 1956

1949 bis 1950 war Kádár Innenminister von Ungarn und u. a. für die Verhaftung seines Parteifreundes László Rajk verantwortlich. 1951 wurde Kádár unter Mátyás Rákosi der Unterstützung Titos angeklagt, 1953 unter der Regierung von Imre Nagy jedoch freigelassen und rehabilitiert.

János Kádár war nach anfänglicher Teilnahme maßgeblich an der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands 1956 beteiligt. Er gründete mit Hilfe der Sowjetunion die Gegenregierung zur von Imre Nagy geführten Regierung und bat nach vorherige Absprache bzw. Anweisung in Moskau die Sowjetunion um Waffenhilfe, die zur schnellen Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands führte. In den folgenden Jahren wurden mehr als 1200 Menschen getötet (u.a. Imre Nagy) und mehrere tausend inhaftiert.

Während seiner Zeit als Parteichef (1956–1988) verfolgte Kádár außenpolitisch einen streng moskautreuen Kurs. Im Gegenzug ließ ihm die Sowjetunion innenpolitisch größeren Spielraum, der ab den 1960er Jahren zu kleineren wirtschaftlichen und politischen Reformen in Ungarn führte. Der sogenannte Gulaschkommunismus hatte die Steigerung des Lebensstandards der ungarischen Bevölkerung zum Ziel und führte zu einer im Vergleich mit manchen anderen sozialistischen Staaten tatsächlich höheren Lebensqualität.

Kádár starb am 6. Juli 1989 - an dem Tag als Imre Nagy in Ungarn offiziell rehabilitiert wurde.


Grabschändung

Am 2. Mai 2007 wurde Kádárs Grab auf dem Budapester Kerepesi temető geschändet. Unbekannte Täter öffneten den Metallsarg und entwendeten seine sterblichen Überreste. Auch die Urne mit der Asche von Kádárs Ehefrau verschwand.


Weblinks

Michael Schefts

Michael Schefts (* 19. April 1973 in Wien) ist ein österreichischer Schauspieler.

Nach seiner Ausbildung an der Wiener Schauspielschule Krauss begann er seine Karriere am Theater in Vorarlberg. Von 1999 bis 2003 trat er regelmäßig an der Elisabethbühne in Salzburg auf. Seit 2003 spielt er im Theater SPIELRAUM in Wien.

Schefts gibt darüber hinaus Lesungen, unter anderem von Wiener Kaffeehaus-Literatur und ist als professioneller Sprecher tätig. 2004 feierte er seine 50. Theaterpremiere.


Theaterrollen (Auszug)

  • 2006 - Jason in Medea Material nach Heiner Müller - Kunsthaus Bregenz
  • 2006 - Peter in Schloss Gripsholm nach Kurt Tucholsky - Theater SPIELRAUM
  • 2005 - Mustapha Mond in Brave New World nach Aldous Huxley - Theater SPIELRAUM
  • 2004 - 50. Premiere als Prospero in Der Sturm von William Shakespeare - Theater SPIELRAUM
  • 2004 - A in Gier von Sarah Kane - Kunsthaus Bregenz
  • 2004 - Dean in Die Beute von Joyce Carol Oates - Theater SPIELRAUM
  • 2003 - Selicour in Der Parasit oder Die Kunst sein Glück zu machen von Friedrich Schiller - Theater SPIELRAUM
  • 2003 - Golaud in Pelléas et Mélisande von Maurice Maeterlinck - Elisabethbühne Salzburg
  • 2002 - Leonce in Leonce und Lena von Georg Büchner - Elisabethbühne Salzburg
  • 2002 - George Pigden in Außer Kontrolle von Ray Cooney - Elisabethbühne Salzburg
  • 2001 - Er in Agatha von Marguerite Duras - Elisabethbühne Salzburg
  • 2001 - Herzog in Don Quichotte von Lutz Hübner - Bregenzer Festspiele
  • 2000 - Don Juan in Don Juan und Faust von Christian Dietrich Grabbe - Ateliertheater Wien
  • 2000 - Laertes in Hamlet von William Shakespeare - Elisabethbühne Salzburg
  • 1999 - Konstantin in Der graue Engel von Moritz Rinke - Elisabethbühne Salzburg
  • 1999 - Leblanc in Dinner für Spinner von Francis Veber - Elisabethbühne Salzburg
  • 1999 - Le Bret in Cyrano de Bergerac von Edmond Rostand - Elisabethbühne Salzburg
  • 1998 - Sirelli in So ist es, wie es Ihnen scheint von Luigi Pirandello - Theaterverein Metamorphose
  • 1998 - Tom in Die Glasmenagerie von Tennessee Williams - Ateliertheater Wien
  • 1997 - Achilles in Penthesilea von Heinrich von Kleist - Welttheater Wien
  • 1997 - Ferdinand in Der Sturm von William Shakespeare - Theater für Vorarlberg
  • 1997 - Apollon Mursawezki in Wölfe und Schafe von Aleksandr Ostrowski - Theater für Vorarlberg
  • 1996 - Jedermann in Jedermann von Hugo von Hofmannsthal - Kultursommer Pottenstein
  • 1996 - Eugene in Brooklyn Memoiren von Neil Simon - Theater für Vorarlberg
  • 1996 - Dorante in Das Spiel von Liebe und Zufall von Pierre Marivaux - Theater für Vorarlberg
  • 1996 - Harold in Harold und Maude von Colin Higgins - Theater für Vorarlberg


Diskographie

  • 1999 - CD: Goethe, Ein Hörerlebnis (Konzept, Regie, Sprecher)


Weblinks

  • www.michaelschefts.com - Offizielle Michael Schefts Homepage

János Kádár

János Kádár [] (* 26. Mai 1912 in Fiume; † 6. Juli 1989 in Budapest, Geburtsname: János Csermanek), war ein Kommunist und ungarischer Politiker. Von 1956 bis 1988 war er Erster bzw. Generalsekretär der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei. Von 1956 bis 1958 und von 1961 bis 1965 war er auch Ministerpräsident von Ungarn.

Inhaltsverzeichnis


Jugend

Kádár wurde in der damals verkehrsreichsten österreichisch-ungarischen Hafenstadt Fiume geboren. Seine Mutter, Borbála Czermanik, war slowakisch-ungarischer Abstammung und arbeitete als Dienstmädchen. Sie heiratete den Vater Kádárs, János Krezinger, nicht und zog ihren Sohn alleine auf. Er wurde katholisch getauft und trägt den Familiennamen der Mutter.

Im Alter von 17 Jahren schloss er sich der illegalen kommunistischen Bewegung an. 1933 wurde er deswegen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Einen Teil seiner Strafe saß Kádár im Csillag-Gefängnis in Szeged ab, wo er unter anderem Mátyás Rákosi kennenlernte. Nach seiner Freilassung trat er in die MSZDP ein.

Im April 1944 wurde er nach Jugoslawien entsandt, um mit den im Exil lebenden kommunistischen Führern Kontakte herzustellen. An der Grenze wurde Kádár verhaftet, unter Verheimlichung seiner Identität als flüchtiger Soldat angeklagt und schließlich zu zwei Jahren Haft verurteilt. Im November desselben Jahres flüchtete er und kehrte nach Budapest zurück, wo er während der Belagerung der Stadt vom Zentralkomitee zum stellvertretenden Polizeichef ernannt wurde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Kádár Sekretär des Zentralkomitees, kurz darauf Mitglied des Politbüros.


Volksaufstand 1956

1949 bis 1950 war Kádár Innenminister von Ungarn und u. a. für die Verhaftung seines Parteifreundes László Rajk verantwortlich. 1951 wurde Kádár unter Mátyás Rákosi der Unterstützung Titos angeklagt, 1953 unter der Regierung von Imre Nagy jedoch freigelassen und rehabilitiert.

János Kádár war nach anfänglicher Teilnahme maßgeblich an der Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands 1956 beteiligt. Er gründete mit Hilfe der Sowjetunion die Gegenregierung zur von Imre Nagy geführten Regierung und bat nach vorherige Absprache bzw. Anweisung in Moskau die Sowjetunion um Waffenhilfe, die zur schnellen Niederschlagung des Ungarischen Volksaufstands führte. In den folgenden Jahren wurden mehr als 1200 Menschen getötet (u.a. Imre Nagy) und mehrere tausend inhaftiert.

Während seiner Zeit als Parteichef (1956–1988) verfolgte Kádár außenpolitisch einen streng moskautreuen Kurs. Im Gegenzug ließ ihm die Sowjetunion innenpolitisch größeren Spielraum, der ab den 1960er Jahren zu kleineren wirtschaftlichen und politischen Reformen in Ungarn führte. Der sogenannte Gulaschkommunismus hatte die Steigerung des Lebensstandards der ungarischen Bevölkerung zum Ziel und führte zu einer im Vergleich mit manchen anderen sozialistischen Staaten tatsächlich höheren Lebensqualität.

Kádár starb am 6. Juli 1989 - an dem Tag als Imre Nagy in Ungarn offiziell rehabilitiert wurde.


Grabschändung

Am 2. Mai 2007 wurde Kádárs Grab auf dem Budapester Kerepesi temető geschändet. Unbekannte Täter öffneten den Metallsarg und entwendeten seine sterblichen Überreste. Auch die Urne mit der Asche von Kádárs Ehefrau verschwand.


Weblinks

Prüferhaftung

Die Prüferhaftung ist ein Teilgebiet der Wirtschaftsprüfung. Sie beschreibt die möglichen Folgen von vorsätzlichen und fahrlässigen Pflichtverletzungen bei der Durchführung einer Abschlussprüfung. Gesetzliche Regelungen finden sich in § 323 HGB. Verstöße können gegen die gesetzlichen Vorschriften zur Abschlussprüfung, gegen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und gegen prüfungsrelevante Berufspflichten vorliegen.


Gefährdungshaftung und Verschuldenshaftung

Die Gefährdungshaftung (strict liability system) kann als ein sehr strenges Haftsystem betrachtet werden, da der Prüfer für jeden Fehler haften muss, der verblieben ist, unabhängig davon, ob er bei der Durchführung seiner Prüfung ordnungsgemäß geprüft hat oder nicht. Dies impliziert die Annahme, dass für die Investoren, die den Prüfer beauftragen, stets ein Anreiz besteht, bei bekanntwerden von Fehlern eine Klage zu initiieren. Kommt hinzu, dass auch alle anfallenden Kosten vom Prüfer getragen werden müssen, ist eine Klageerhebung für die Investoren völlig risikolos.

Sollten es aber so sein, dass jede Partei ihre eigenen Verfahrenskosten tragen muss, wie es beispielsweise in den USA der Fall ist, muss vor Initiierung eines Verfahrens eine Kosten-Nutzen-Analyse der Kläger durchgeführt werden.

Die Verschuldenshaftung (negligence system) ist jedoch das eher vorherrschende Haftungssystem. Sollten Fehler bekannt werden, verlangt sie das Verschulden des Prüfers, damit Haftungsfolgen gegen ihn gelten gemacht werden können. Um ein Verschulden festzustellen, gilt es, die durch die Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung festgelegten Soll-Handlungen bei der Prüfungsdurchführung mit seinen Ist-Handlungen zu vergleichen.

Entgegen der Gefährdungshaftung folgt aus dem negligence system, dass die Aufdeckung von Fehlern in der Abschlussprüfung nicht automatisch zu einer gleichen positiven Erwartung für ein für die Investoren vorteilhaftes Gerichtsverfahren führt. Nur wenn dem Prüfer eine Verschuldung tatsächlich nachgewiesen werden kann, erfolgt eine positive Eintrittswahrscheinlichkeit von möglichen Schadensersatzzahlungen.

Dabei gilt es zu unterscheiden, ob dem Prüfer vor Beginn seiner Prüfung der Unternehmensbilanz, präzise oder unpräzise Prüfungsgrundsätze vorlagen. Wie man den Begriffen entnehmen kann, folgt aus präzisen Grundsätzen ein eindeutiges Niveau der optimalen Prüfung. Unpräzise Grundsätze geben einem Gericht bei der Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der durchgeführten Prüfung einen größeren Spielraum für die Bewertung vor. Hier ist also das Gericht und seine Entscheidung der ausschlaggebende Punkt von dem die Erwartungen über Schadensersatzzahlungen für die Investoren, abhängen.

Smørrebrød

Als Smørrebrød wird in Dänemark ein oft fantasievoll belegtes Butterbrot bezeichnet. Der Begriff wurde in Deutschland unter anderem durch den Koch in der Muppet Show bekannt, der das im amerikanischen Original zwar nicht sagt, aber auch dort viele europäische Sprachen miteinander verquirlt.

Eine Weinkneipe in der Kopenhagener Store Kongegade nimmt für sich in Anspruch, 1888 den Snack erfunden zu haben. Die für die Küche zuständige Angestellte verhalf dem Besitzer Oscar Davidsen mit ihren Rezepturen zu schnellem Erfolg. Mit 178 Varianten in 140 cm Länge gingen die Kreationen ins Guinness-Buch der Rekorde ein. Das Lokal existiert noch und wird Anfang des 21. Jahrhunderts von der Ur-Enkelin des mutmaßlichen Erfinders, Ida Davidsen, geführt.

Ein reguläres Smørrebrød besteht aus einer Scheibe Brot (Vollkorn, Mischbrot oder Weizen), bestrichen mit einer dicken Schicht Butter und den verschiedensten Zutaten. Häufig wird das Butterbrot reichlich mit Fisch belegt, aber auch alle Arten von Käse, Wurst, Fleisch, Eiern und Soßen werden gerne reichlich verwendet oder miteinander kombiniert. Traditionell wird bei der Zubereitung auf frische Zutaten geachtet.

Das Smørrebrød wird in Dänemark zu Preisen zwischen 15,- DKK (ca. 2,- €) und 100,- DKK (ca. 13,- €) meist in speziellen Restaurants oder Imbissen angeboten.

Dem Smørrebrød ähnlich ist das Gammel Danske Kaus, welches ein dem norddeutschen Labskaus verwandtes, ebenfalls auf einer Brotscheibe basierendes Mittagsgericht ist.

Bei der Herstellung von Smørrebrød sind allerdings auch einige Regeln zu beachten. Einige Dänen nehmen diese sehr ernst, andere wiederum lassen etwas mehr “Spielraum” zu. So ist es z.B. wichtig, dass man Salami nicht mit Mayonnaise, sondern mit Remoulade kombiniert. Zu dieser Kombination gehören dann auch noch Röstzwiebeln. Die “danske leverpostej” (Leberpastete) wird, warm oder kalt, manchmal mit “Bacon”, also gebratenem Schinken, manchmal aber auch mit Gurke gegessen.


Quellen

  • Ida Davidsens Butterbrottradition
  • Klüche, Hans: Dänemark, DuMont-Verlag, Köln 1996, S. 40 f.

Karl Theodor Gravenhorst

Karl Theodor Gravenhorst (* 1. November 1810 in Braunschweig; † 28. Januar 1886 ebenda), war ein deutscher Altphilologe, Lehrer und Übersetzer.

Als Sohn eines höheren Beamten, besuchte Karl Theodor Gravenhorst das Katharineum und das Collegium Carolinum in Braunschweig. Ab 1830 studierte er Alte Sprachen und Geschichte an den Universitäten von Leipzig, Göttingen und Bonn; anschließend wurde er Lehrer an verschiedenen Gymnasien in Göttingen und Lüneburg.

Vom 11. September 1848 bis zum 30. Mai 1849 war Gravenhorst Abgeordneter für Harburg in der Frankfurter Nationalversammlung und ein sehr aktiver Linksliberaler in der Westendhall-Fraktion, was ihm in Lüneburg Probleme einbrachte, die er 1849 durch eine Versetzung nach Hildesheim löste. Ab 1857 arbeitete er in Bremen als Direktor der Gelehrtenschule und als Berater in Sachen Schulreform für den Bremer Senat. Im Jahre 1866 wurde er nach Braunschweig berufen, um dort die Stelle des Direktors des Martino-Katharineums anzutreten, welche er bis 1881 bekleidete. Daneben arbeitete Gravenhorst auch noch als Oberschulrat bei der Schulaufsicht.

Gravenhorst war vielseitig, tolerant und entgegenkommend und hatte so großen Einfluss auf Schüler und Kollegen. Er stellte zwar hohe Anforderungen, ließ jedoch gleichzeitig Spielraum zur individuellen Entfaltung. Nebenbei übersetzte er griechische Tragödien und die Odyssee in zeitgemäßes Deutsch.


Literatur

  • Heinrich Best; Wilhelm Weege; Biographisches Handbuch der Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49, 1996, S. 160 ISBN 3-7700-5193-9
  • Horst-Rüdiger Jarck, Günter Scheel (Hrsg.): Braunschweigisches Biographisches Lexikon. 19. und 20. Jahrhundert, Hannover 1996

Gruppenreise

Gruppenreisen sind Reisen, an denen eine größere Anzahl von Personen als geschlossene Gruppe teilnimmt. Als besonderes Merkmal ist in der Regel die Teilnahme aller Mitreisenden am gesamten Reise(Besichtigungs)programm. Der einzelne Teilnehmer wird manchmal seine persönlichen Interessen zugunsten des Gruppeninteresses zurück stellen müssen. Er wird nicht so zeitflexibel sein können, wie beispielsweise bei einer Individualreise oder auch bei einer Pauschalreise (die aber durchaus auch eine Gruppenreise sein kann). Typisches Transportmittel ist der Reisebus, wobei zunehmender Weise auch Billigflieger bei Städtereisen eingesetzt werden.

Es gibt keine Definition, die eine Mindestgröße einer Gruppenreise bestimmt. Aber man wird wohl erst ab 15 Personen von einer Gruppenreise sprechen.


Vorteile einer Gruppenreise

Der wohl wichtigste Vorteil ist der finanzielle gegenüber einer Individualreise. Beispielsweise gewähren Hotels, Museen und andere Besichtigungspunkte meist einen Gruppentarif, der deutlich unter dem Preis an Einzelreisende, an Private liegt. Manche Einrichtungen gewähren bereits bei kleinere Gruppen deutliche Ermäßigungen. Es gibt jedoch keine festen Größenbegriffe (manche gewähren bereits bei 10 Personen Ermäßigungen, andere erst ab 15, die meisten ab 20 Personen). Während Museen und Sehenswürdigkeiten die Preise häufig im Internet darstellen, erhält man Gruppenpreise in Hotels und Restaurants nur auf konkrete Anfrage.

Weiters gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten (Burgen, Museen), Firmen und Transportmittel (Schifffahrt u. ä.), die nur als Gruppe buchbar sind, die nur für Gruppen ihre Tore öffnen. Alleine stünde man vor verschlossenen Türen. Auch ist der komplette Programmablauf organisiert. Man steigt beispielsweise im Stadtzentrum aus dem Bus und lästiges Parkplatzsuchen fällt weg.

Nicht zu vergessen der gesellschaftlich-soziale Aspekte einer Gruppenreisen. Man ist nicht alleine unterwegs und kann leichter neue Kontakte innerhalb der Gruppe knüpfen.


Nachteile einer Gruppenreise

Zeitliche Einschränkungen müssen hingenommen werden. Da ein Zeitplan eingehalten werden muss, bleibt oft nicht genügend Spielraum, um länger an einem Ort verweilen zu können.

Ein nicht ergründbarer Nachteil ist oft, dass die Gruppe in Restaurants oder im Hotel bei den Essen zum Einen alle zugleich erscheinen sollten und zum Anderen oft gezwungen sind, gemeinsam mit anderen Personen an mehr oder weniger großen Tischen Platz zu nehmen.

Gruppenreisen findet nur zu bestimmten, von vorne herein festgelegten Terminen statt.


Rechtliche Beurteilung von Gruppenreisen

Gruppenreisen fallen in Deutschland und Österreich unter das Reiserecht.

Daher braucht sich ein Teilnehmer einer Gruppenreise im Falle von Problemen keine Sorgen machen. Sein Ansprechpartner für alle im Programm versprochenen Leistungen ist der Reiseveranstalter. Man muss also nicht mit dem griechischen Hotelier streiten, sondern man reklamiert zunächst beim Reiseleiter oder Busfahrer. Und sollten diese nicht Abhilfe schaffen können, so kann man nach Rückkehr zu Hause seine Forderungen an den Reiseveranstalter stellen.

Dieser Absatz setzt natürlich voraus, dass die Gruppenreise bei einem Reiseveranstalter gebucht wurde, der die gesetzlichen Vorschriften erfüllt.

Problematisch wird es, wenn Privatpersonen oder Clubs Gruppenreisen im eigenen Namen veranstalten. Hier kommt es zu privaten Haftungen der Organisatoren mangels einer Haftpflichtversicherung sowie Verstöße gegen EU-Reiserichtlinien wie Veranstalterhaftpflicht und nationalen Vorschriften (Gewerbeordnung).
Homepage Gruppenreisen.de

Verpflichtungsermächtigung

Verpflichtungsermächtigung (Abk. VE), engl. commitment appropriations (CA), franz. crédits d’engagement (CE), ist ein Begriff aus dem Recht Öffentlicher Haushalte. Mit einer Verpflichtungsermächtigung ermächtigt das Parlament die Exekutive, beispielsweise die Regierung, die Europäische Kommission oder andere Exekutivorgane, im Rahmen eines Haushaltsplans, finanzielle Verpflichtungen über ein Haushaltsjahr hinaus einzugehen, z.B. bei öffentlichen Bau- oder Rüstungsvorhaben.

Im Zivilrecht spricht man von einer Verpflichtungsermächtigung, wenn jemand einen Dritten ermächtigt, im eigenen Namen mit Wirkung für den Ermächtigenden Verpflichtungsgeschäfte abzuschließen. Die Möglichkeit einer solchen Verpflichtungsermächtigung wird allerdings ganz überwiegend verneint.


Haushaltsrecht

Verpflichtungsermächtigungen weichen vom Grundsatz der zeitlichen Spezialität des Haushaltsgrundsätzegesetz (§ 27 HGrG) ab und stellen einen Ausnahmetatbestand dar, der in der Bundesrepublik Deutschland mit der Haushaltsreformgesetzgebung 1969 in § 5 HGrG und § 6 BHO neu für die Kameralistik geregelt wurde. Sie stellen eine quantifizierte Vorbelastung spezieller Haushaltstitel kommender Jahre dar. Sie resultieren aus der Notwendigkeit, mehrjährige Ausgaben für einen Titel zu erfüllen. Durch den gesonderten Ausweis in den Ausgabeansätzen des Haushaltsplans wird die Kontrolle über den Umfang der Vorausbelastung künftiger Haushaltsjahre erleichtert. Verpflichtungsermächtigungen haben für das laufende Jahr möglicherweise geringe kassenmässige Wirkungen, können aber den langfristigen Spielraum eines Haushalts einschränken. Damit wird natürlich auch der politische Spielraum des den Haushalt bewilligenden zukünftigen Parlaments beschränkt.

Demgegenüber bezeichnet die Zahlungsermächtigung (ZE), engl. payment appropriations (PA), franz. credits de paiement (CP), die tatsächlich zu leistenden Zahlungen.


Zivilrecht

Für das Zivilrecht ist die Verfügungsermächtigung in Abs. 1 BGB geregelt. So kann etwa der Eigentümer einer Sache einen Dritten ermächtigen, in eigenem Namen, aber mit Wirkung für den Eigentümer die Sache zu übereignen. Darin, dass der Dritte in eigenem, nicht in fremdem Namen handelt, unterscheidet sich die Verfügungsermächtigung von der Stellvertretung.

In Analogie zu diese gesetzlich geregelten Verfügungsermächtigung wollen nun einige auch eine Verpflichtungsermächtigung annehmen. Das lehnt aber die ganz herrschende Meinung ab, weil sonst das Recht der Stellvertretung umgangen werde, das gerade die Aufdeckung der Stellvertretung verlange (”Offenkundigkeitsprinzip”).


Weblinks

  • § 38 der BHO zur Verpflichtungsermächtigung

Abmischung

Beim Prozess der Abmischung (auch Mix oder Mixdown) während der Audio- bzw. Musikproduktion werden alle Tonaufnahmen eines Titels zusammengestellt, analog und/oder digital bearbeitet und zu einem oder mehreren Summensignalen (englisch Stems) für die letzte kreative Stufe, dem Mastering, zusammengemischt.

Die Summensignale sind heutzutage je nach Bestimmung der Produktion entweder in Stereo z. B. für Audio-CD, in Surround-Sound oder als Mischung für eine Filmproduktion.

Bei der Abmischung wird der Klang einer Produktion nach ästhetischen und künstlerischen Kriterien festgelegt. Neben dem Hinzufügen von Effekten, wie zum Beispiel Filtern, Equalizern, sowie Raum- und Halleffekten, werden die Tonspuren auf der Stereobasis beziehungsweise im Surround-Wiedergabefeld positioniert und die Lautstärke der Instrumente untereinander balanciert. Insbesondere wird die Balance der Pegel zwischen Rhythmusgruppe, Backgroundinstrumenten und Backgroundgesang und Leadinstrumenten und Leadgesang festgelegt.

In der Regel wird nur ein Summensignal erzeugt. Durch Aufteilung in mehrere Signale wird aber der Spielraum für eventuell nötige Klangkorrekturen beim Mastering deutlich erhöht, da solche Korrekturen meistens auch die Balance der Instrumente verändern.


Literatur

  • Georg Berhausen-Land: Die Kunst des Mixens am PC. Wizoobooks, 2006, ISBN 978-3-934903-54-8
  • Florian Gypser: Mixing - Die Mischung macht´s!. audio-workshop-Fachskript, http://www.audio-workshop.de/modules/Cart/description.php?II=47


Siehe auch

Tonaufnahme | Mastering | Tonstudio |

Shen Shu

Das Shen Shu 神數 ist ein über 2.000 Jahre altes chinesisches Münzorakel. Es stammt aus chinesischen Mythen und Naturgeschehen und ist bis heute das populärste Weissagebuch in China.

Das gesamte Orakel besteht aus 384 Strophen, die einerseits konkrete Antworten und andererseits auch einen Spielraum für eigene intuitive Deutung lassen.

Verteidigungskrieg

Ein Verteidigungskrieg ist in der klassischen Kriegstheorie ein Krieg eines überfallenen Landes zum Zwecke der Verteidigung, also der Abwehr und Zurückdrängung einer mit einem Angriffskrieg gestarteten fremden Macht.

Dies hat seit je das Prinzip Si vis pacem para bellum (”Willst du Frieden, so rüste dich zum Krieg”) bestärkt. Eine frühe und ausgefeilte Theorie des reinen Verteidigungskrieges legte bereits nach 1760 der Graf Wilhelm von Schaumburg-Lippe vor. 1812 entwickelte Carl von Clausewitz die Theorie weiter. Nach 1970 erarbeitete das Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt unter Carl Friedrich von Weizsäcker mit gleicher Zielsetzung derartige Konzepte für einen Atomkrieg.

Die entwickelte Kriegspraxis macht seit dem 20. Jahrhundert die Unterscheidung von Angriffs- und Verteidigungskriegen problematisch.

Eine wichtige Rolle spielt dabei auf der einen Seite die Militärtechnologie, die auf Grund erheblich verkürzter Reaktionszeiten einer Macht wenig taktischen Spielraum bietet. Daher sucht man Kriegen zunehmend den Charakter von Präventivkriegen zu geben.

Eine andere wichtige Rolle spielt auf der anderen Seite die öffentliche Meinung. Da Angriffskriege moralisch weitgehend als verwerflich gelten, kommt der Propaganda die Aufgabe zu, nahezu alle Kriege zu Verteidigungskriegen hinauf zu stilisieren. Der Irakkrieg im Jahr 2003 belegt dies eindrücklich, vor dessen Beginn zunächst „Terror“ als „Krieg“ ausgelegt wurde, so dass die Invasion des Iraks durch die USA als „Verteidigungsschlag“ erscheinen sollte.


Ethische Aspekte

Prinzipiell wird die Meinung vertreten, dass Verteidigungskriege (im Gegensatz zu Angriffskriegen) gerechtfertigt sind. Oft wird mit der domestischen Analogie von dem individuellen Selbstverteidigungsrecht auf ein kollektives Verteidigungsrecht geschlossen.

Latte (Fußball)

Im Fußball ist die Querlatte ein Teil des Tores. Laut den Spielregeln des Weltfußballverbandes (FIFA) von Juli 2004 ist die Unterkante der Querlatte 2,44 m vom Boden entfernt. Die Pfosten und die Querlatte dürfen höchstens 12 cm breit und tief sein. Alle müssen das gleiche Format haben. Die Torlinie muss dieselbe Breite wie Pfosten und Querlatte haben. Netze können an den Pfosten, an der Querlatte und am Boden hinter den Toren befestigt sein. Sie sollen in geeigneter Weise abgestützt und so angebracht sein, dass dem Torwart genügend Spielraum verbleibt. Die Pfosten und Latten müssen weiß oder silber gekennzeichnet sein.

Joseph Marie Terray

Joseph Marie Terray, (Abbé Terray) (* 1715 in Boën; † 1778 in Paris) war Priester und französischer Finanzminister unter Ludwig XV. von Frankreich.

Terray, der aufgrund der Förderung durch René-Nicolas-Charles-Augustin de Maupeou, den Kanzler von König Ludwig XV. 1769 zum Finanziminister wurde, sah sich einer katastrophalen Lage der Staatsfinanzen gegenüber. Den von König Ludwig XIV. geerbten Staatsbankrott hatte sein Nachfolger trotz mehrerer Versuche (etwa der Gründung der Banque Générale durch John Law) nicht überwinden können, so dass sich das Land als politisch, militärisch und kulturell führende Macht des Kontinents, in einer ständigen Zahlungskrise befand.

Terray wies im Namen des französischen Staates die Zahlungen eines Teils der französischen Staatsschulden zurück. Diese sog. Repudiationen verschafften dem Staat, zusammen mit Neuverhandlungen der von den Steuerpächtern zu zahlenden Pachtbeträge, einen größeren finanziellen Spielraum. Zudem verschaffte er der Staatskasse weitere Einnahmen durch die Steuerung des Getreidehandels. Im politischen Bereich betrieb er 1770 den Sturz von Außenminister Étienne-François de Choiseul, indem er dessen Pläne für einen Krieg gegen Großbritannien als unbezahlbar aufzeigte. Seine Erfolge bei der Steigerung der Staatseinnahmen brachten eine erhebliche Opposition gegen seine Person mit sich. Ludwig XVI. entließ ihn daher unmittelbar nach seinem Amtsantritt.


Bedeutung

Terray formulierte die These, die ewige Dauer des Staates mache es erforderlich, dass dieser alle 100 Jahre einmal den Staatsbankrott auf alle seine Schulden erkläre, um seine Bilanz wiederherzustellen (s.u. Manes, S. 31). Seine Härte bei der Entschuldung des Staates wurde von Historikern des 19. Jahrhunderts als eine der Ursachen des Ausbruchs der Revolution bezeichnet (s.u. Gomel, S. 30), er selbst als „Mann, dessen Name über die Jahrhunderte mit Fluch und Schande beladen gehen wird; ein Geistlicher von grenzenloser Unsittlichkeit, aber ein großer Arbeiter und ungemein fertiger Redner mit entschiedenem Finanztalent“ (s.u. Niebuhr, S.134).


Zitat

„Majestät, ich finde sie – unbezahlbar“ (Auf die Frage des Königs, wie er das Schloss von Versailles und die dortigen Feste finde.)


Quellen

  • Uwe Schultz: Versailles. Die Sonnenseite Frankreichs. 2002
  • Alfred Manes: Staatsbankrotte. Wirtschaftliche und rechtliche Betrachtungen. Berlin 1922
  • Charles Gomel: Les Causes financières de la Revolution Francaise. 1. Band. Paris 1892
  • Markus Niebuhr: Geschichte des Zeitalters der Revolution. Hamburg 1845

Generalbezirk

Generalbezirk (auch Generalkommissariat genannt) stellte die mittlere Instanz der deutschen Zivilverwaltung in den Reichskommissariaten Ostland und Ukraine dar.

Die Generalbezirke ließen sich mit den preußischen Provinzen vergleichen, hatten aber einen größeren Gebietsumfang und eine stärkere Bevölkerung.

Geleitet wurden die Generalbezirke von Generalkommissaren.

Zur Zeit der größten Ausdehnung des deutschen Machtbereiches existierten zehn Generalbezirke. Im Reichskommissariat Ostland die Generalbezirke Estland, Lettland, Litauen und Weißruthenien sowie im Reichskommissariat Ukraine die Generalbezirke Dnjepropetrowsk, Kiew, Nikolajew, Shitomir, Krim (Teilbezirk Taurien) und Wolhynien-Podolien.

Die Generalkommissare verfügten in ihrem Bereich über gewisse legislative Vollmachten, leiteten jedoch “die Verwaltung nach den allgemeinen Weisungen des Reichsministers für die besetzten Ostgebiete und den Anordnungen des Reichskommissars”. In der Realität hatten auch sie einen beträchtlichen Spielraum bei der Behandlung ihrer Angelegenheiten.

Jeder Generalbezirk setzte sich aus mehreren Kreisgebieten zusammen, die von Gebietskommissaren verwaltet wurden. Diese bildeten die unterste deutsche Verwaltungsbehörde. Größere Städte unterstanden Stadtkommissaren, die in ihrem Bereich unabhängig von den Gebietskommissaren waren.

Gaspoltshofen

Gaspoltshofen ist eine Marktgemeinde in Oberösterreich im Bezirk Grieskirchen im Hausruckviertel mit 3.597 Einwohnern.

Inhaltsverzeichnis


Geografie

Gaspoltshofen liegt auf Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 9,3 km, von West nach Ost 7 km. Die Gesamtfläche beträgt 40,6 km². 18,5 % der Fläche sind bewaldet, 71,2 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Ortsteile der Gemeinde sind: Aferhagen, Altenhof am Hausruck, Aspoltsberg, Bachhäuseln, Baumgarting, Bernhartsdorf, Buchleiten, Bugram, Edt am Stömerberg, Eggerding, Fading, Farthof, Felling, Föching, Gaspoltshofen, Gröming, Gramberg, Grub, Höft, Hörbach, Hörmeting, Hairedt, Hinterleiten, Hofing, Holzing, Hub, Hueb, Jeding, Kirchdorf, Kroißbach, Kronleiten, Leithen, Lenglach, Mösenedt, Mairhof, Moos, Mühlbach, Mühlberg, Niederbauern, Obeltsham, Oberaffnang, Oberbergham, Oberepfenhofen, Obergmain, Obergrünbach, Oberhöftberg, Oberwiesfleck, Ohrenschall, Sölliberg, Salfing, Seiring, Unteraffnang, Unterbergham, Unterepfenhofen, Untergmain, Untergrünbach, Unterhöftberg, Unterwiesfleck, Watzing, Weinberg.


Geschichte

Das älteste bekannte Volk in der Gegend um Gaspoltshofen waren die Illyrer, welche von 800 v. Chr bis ca. 400 v. Chr. dieses Land besiedelten. Dann wurden sie von den Kelten vertrieben (Königreich Norikum). Friedlich wurde um 15 v. Chr. die nördliche Grenze des Römischen Reichs verschoben, und Gaspoltshofen wurde Teil des römischen Imperiums. Es wurden einige bedeutsame Funde gemacht, die auf die Römerzeit hinweisen (Beispiele: “Der Herkules von Watzing” oder “Die Venus von Watzing”). Nach dem Zerfall des römischen Reichs wurde das Land entlang der Römerstraßen von Bayern besiedelt.

Der Ort gehört seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wurde er dem Fürstentum ‘Österreich ob der Enns’ zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem “Anschluss” Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum “Gau Oberdonau”. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. 1996 wurde Gaspoltshofen in den Rang eines Marktes erhoben, zu diesem Anlass wurde ein Gemeindebuch veröffentlicht.


Weltkriege


Erster Weltkrieg

Bereits zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurden aus Gaspoltshofen 350 Männer einberufen. 1918 waren 1.000 Männer im Krieg, von denen 91 fielen.

Für sie wurde in Altenhof und Gaspoltshofen Kriegerdenkmäler errichtet.


Zweiter Weltkrieg

Nach dem Anschluss Österreichs wurden die gewählten Gemeindetage aufgelöst und durch nationalsozialistische ersetzt.

Mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Die Soldaten aus Gaspoltshofen waren der 45. Inflanterie-Division zugeteilt. Am 3. September war das erste Kriegsopfer der Gemeinde Gaspoltshofen zu beklagen.


Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 3.499 Einwohner, 2001 dann 3.609 Einwohner.


Politik

Bürgermeister ist Ing. Wolfgang Klinger von der FPÖ.


Wappen

Bereits 1967 bemühte sich Gaspoltshofen um ein eigenes Gemeindewappen.
Blasonierung: In Grün ein goldener Pfahl; beiderseits je eine vom Schildrand ausgehende, silberne Kirche mit goldenem Zwiebelhelm und Dach, schwarzer Uhrscheibe und zwei ebensolchen Rundbogenfenstern.
Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Grün.
Die Kirchen symbolisieren die beiden im Gemeindegebiet liegenden Pfarren als Charakteristikum dieser Landgemeinde.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt eindeutig die Pfarrkirche Gaspoltshofen, welche von Sepp von Seppenburg im Jahr 1735 erbaut wurde. Die Kirche wird liebevoll “Der Dom vom Landl” genannt. Als einige der wenigen Kirchen Oberösterreichs besitzt diese eine Schiffskanzel. Die Kirche ist im barocken Stil erbaut und wurde schon mehrere Male renoviert.


Gaspoltshofen bei Thomas Bernhard

Der Schriftsteller Thomas Bernhard, der gelegentlich im Gasthaus Klinger einkehrte, hat Gaspoltshofen in seinem Stück “Der Theatermacher” (1984; uraufgeführt von Claus Peymann bei den Salzburger Festspielen 1985) ein skurriles literarisches Denkmal gesetzt. Dieses Stück spielt an sich in dem fiktiven Ort Utzbach und markiert für die Hauptfigur, den Schauspieler, Bühnenautor und Regisseur Bruscon und seine Familie einen Tiefpunkt in einer Tournee, bei der Bruscons Lebenswerk, “Das Rad der Geschichte”, in diversen Provinzgasthäusern aufgeführt wird. In seinen Schimpftiraden erinnert sich Bruscon dabei immer wieder an seinen grandiosen Erfolg, den er in Gaspoltshofen erzielt habe, und stilisiert Gaspoltshofen, das an die 40 mal erwähnt wird, geradezu zum idealen Ort für das Theater. Aber auch alles übrige sei dort besser gewesen als im gegenwärtigen Veranstaltungssaal des Gasthauses “Schwarzer Hirsch” in Utzbach, die Fritattensuppe wie auch die Tischtücher.


kulturinitiative spielraum

Die “kulturinitiative spielraum” existiert seit 1988 (bis 1994 als “junge kultur gaspoltshofen”) und ging aus der Theatergruppe “junges theater gaspoltshofen” hervor.
Seit 1994 betreibt die “kulturinitiative spielraum” den “spielraum” - das ehemalige Kino in Gaspoltshofen. Hier finden jährlich mehr als 80 Veranstaltungen statt. Das regional ausgerichtete Programm bietet Literatur, Musik von Klassik bis Jazz und Rock, Kabarett, … und natürlich Programmkino.


kinOptikum gaspoltshofen

kinOptikum – das etwas andere Kinomuseum, in dem der Besucher Einblick in die Geschichte und Technik des Kinos erhält.
Das kinOptikum ist eine Initiative der “kulturinitiative spielraum” und seit Mai 2006 geöffnet.


Unternehmen

GEA: Klimatechnik;
Bramac: Dachsysteme;
Ford: Autohaus Danner;
Raiffeisenbank;
Sparkasse;
Sterrer: Geflügelhof;
Gruber: Getreidetechnik

Alexandre Millerand

Alexandre Millerand (* 10. Februar 1859 in Paris; † 7. April 1943 in Versailles) war ein französischer Staatsmann und Politiker des letzten Viertels des 19. und des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts.

Ursprünglich Sozialist, wurde Millerand im Jahre 1885 Deputierter und 1899 zum ersten Mal Minister gegen den Willen seiner Partei. Im Laufe der Zeit neigte er mehr und mehr konservativen Anschauungen zu und gab schließlich seine frühere sozialistische Einstellung völlig auf. Am 20. Januar 1920 wurde er Ministerpräsident und nach dem schnellen, aber unumgänglichen Rücktritt von Paul Deschanel bereits am 23. September desselben Jahres sein Nachfolger als Präsident der Französischen Republik. In seinem Amt versuchte er, eine aktive Rolle zu spielen, hatte aber aufgrund der Verfassung der 3. Republik nur wenig Spielraum. Nach dem Sieg der Linken in den Parlamentswahlen von 1924 erzwang man seinen Rücktritt am 11. Juni.


Weblinks

  • Millerand bei Meyers online


Quellen

  • Daten zur Präsidentschaft

Design Bau

Die DESIGN Bau AG ist ein Dienstleister im Baugewerbe. Es war das erste Unternehmen, das am 25. Oktober 2005 in den Entry Standard an der Frankfurter Wertpapierbörse eingeführt wurde.

Inhaltsverzeichnis


Unternehmen

Die DESIGN Bau AG kauft und entwickelt ganze Baugebiete in den Speckgürteln norddeutscher Großstädte wie
Berlin, Hamburg, Lübeck und Potsdam und bietet passgenaue modulare Massivhauskonzepte an. Käufer sind
Selbstnutzer, Kapitalanleger sowie institutionelle Investoren. Für den Selbstnutzer fungiert die DESIGN Bau AG
dabei nicht als Bauunternehmung, sondern begleitet den Bauherrn vom Grundstücksankauf über die Vermittlung
einer externen Finanzierungslösung bis zur Schlüsselübergabe als Full-Service-Anbieter. Dem institutionellen
Käufer bietet die DESIGN Bau AG nicht nur ein fertiges Produkt an, sondern in Zusammenarbeit mit der ALT &
KELBER Immobiliengruppe ebenfalls ein Full-Service-Paket bis hin zum Exit. Über 2.000 Einheiten hat das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits verkauft.

Seit 25. Oktober 2005 ist das Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse unter der WKN 620 833 im Entry Standard gelistet. Die DESIGN Bau AG arbeitet mit einer sogenannten Plattformstrategie, die besagt, dass die Bauherren sich eines der angebotenen Massivhäuser aussuchen, und dabei noch Spielraum in der Gestaltung haben. Diese Strategie orientiert sich am Autobau.


Kennzahlen

  • Flächenbestand: 417.225 qm (1.087 Grundstücke)
  • Umsatz 2004/2005: 11.604.400 Euro
  • Umsatz 2005/2006: 14.474.600 Euro
  • Umsatz 2006/2007: 43.354.100 Euro


Geschichte

Das Unternehmen wurde 1988 als Design-Bau- und Vertriebsgesellschaft in Kiel gegründet. Das erste größere Projekt war 1995 in Dümmer, im Raum Schwerin, es folgten Marquardt bei Berlin und Delingsdorf im Speckgürtel von Hamburg. Seit 1999 trägt das Unternehmen den Namen DESIGN Bau AG. Das größte Projekt der Firmengeschichte wurde im Herbst 2006 mit einem 130.000 Quadratmeter umfassenden Areal in Bad Bramstedt erworben.


Kooperationen

  • Den Vertrieb der Wohneinheiten hat im Dezember 2006 die Immobiliengruppe Alt & Kelber übernommen.
  • Die DESIGN Bau AG arbeitet exclusiv mit dem Maler und Bildhauer Markus Lüpertz zusammen.
  • Zusammen mit dem Bau-Verein zu Hamburg hat die DESIGN Bau AG ein 80.000 qm großes Areal im Hamburger Stadtteil Winterhude gekauft, wovon ca. ein Drittel Ende Februar 2007 an eine hundertprozentige Tochter des Bau-Vereins zu Hamburg wieder veräußert wurde.


Vorstand

  • Werner Mattner (*1957) - CEO
  • Joachim Mattner (*1959) - CFO
  • Felix Krekel (*1967) - COO


Aufsichtsrat

  • Klaus von Dohnanyi (*1928) - Vorsitzender
  • Georg Taake (*1946) - stellv. Vorsitzender
  • Tammo von Osten (*1954)


Standorte

  • Berlin

    • Teltow
    • Stahnsdorf
    • Diedersdorf
  • Potsdam

    • Bornstedter Feld (grenzt an den Schlosspark Sanssouci)
    • Marquardt
  • Hamburg

    • Winterhude
    • Bad Bramstedt
  • Lübeck

    • Travemünde
    • Hamberge
    • Klein Wesenberg


Weblinks

  • Homepage des Unternehmens

Latte (Fußball)

Im Fußball ist die Querlatte ein Teil des Tores. Laut den Spielregeln des Weltfußballverbandes (FIFA) von Juli 2004 ist die Unterkante der Querlatte 2,44 m vom Boden entfernt. Die Pfosten und die Querlatte dürfen höchstens 12 cm breit und tief sein. Alle müssen das gleiche Format haben. Die Torlinie muss dieselbe Breite wie Pfosten und Querlatte haben. Netze können an den Pfosten, an der Querlatte und am Boden hinter den Toren befestigt sein. Sie sollen in geeigneter Weise abgestützt und so angebracht sein, dass dem Torwart genügend Spielraum verbleibt. Die Pfosten und Latten müssen weiß oder silber gekennzeichnet sein.

Rolladen Schneider LS-3

Die LS-3 ist ein einsitziges Segelflugzeug der “alten” Rennklasse, mit 15 m Spannweite und Wölbklappe. Entworfen wurde sie von Wolf Lemke, hergestellt bei der Firma Rolladen Schneider Flugzeugbau GmbH in Egelsbach bei Frankfurt. Erstflug war am 4. Februar 1976. Ungewöhnlich sind bei diesem Flugzeug die Tragflächen mit durchgehenden Flaperons (Querruder über gesamte Flügellänge werden gleichzeitig als Wölbklappe gefahren) und “Einfach-Trapez-Grundriss”.

Alle Bedienelemente (Fahrwerk, Wölbklappen und Trimmung) sind auf der linken Seite angebracht. Das gefederte Fahrwerk lässt sich sehr leicht ein- und ausfahren und wird mit den Füßen gebremst. Da der Wölbklappenhebel direkt auf der Schubstange für die Bremsklappen geführt wird, werden die Wölbklappen beim Ausfahren der Bremsklappen automatisch in die Landestellung (+10) geschoben, was die Gefahr einer Fehlbedienung deutlich verringert.

So richtig erfolgreich war die LS-3 bei Wettbewerben nie. Man bekam die Aerodynamik des Flugzeugs erst nach verschiedenen Verbesserungen in den Griff (Durchlüftung des Wölbklappenspaltes und Abdeckteile für den Flügel-Rumpf-Übergang). Auch störte so manchen Piloten das hohe Gewicht der LS-3 (Ruder-Massenausgleich), was ihr zu dem Spitznamen “LS-Blei” verhalf. Außerdem ist das Flügelprofil der LS-3 mit einer relativen Dicke von 17% recht mücken- und regenempfindlich.

Die objektiven Leistungen überzeugen allerdings: So hat die LS-3 in mehreren Vermessungen sehr gute Gleitzahlen (>40) und exzellente Schnellflugleistungen vorgelegt. Das Flugzeug steigt trotz des hohen Gewichtes in der Thermik hervorragend. Inzwischen wurden Mückenputzer eingeführt, welche die Probleme des Tragflächenprofiles bei Verschmutzung kompensieren. Weniger bekannt ist, dass in der Ursprungsversion alle Ruder bei der Montage automatisch angeschlossen werden. Das robuste Flugzeug verfügt über extrem gut wirkende Bremsklappen, die dem Piloten Reserven bei Landungen in ungewohntem Terrain bescheren. Alles in allem ist die LS-3 ein preiswertes Segelflugzeug mit sehr guten Flugeigenschaften und -leistungen.

Neben der LS-3 wurde ab 1978 die ca. 30 kg leichtere LS-3a gebaut, welche später auch in einer 17m-Version mit Ansteckflächen vermarktet wurde. Mit dieser leichteren LS-3a, die jetzt wieder mit getrennten Querrudern und Wölbklappen gebaut wurde, sollte die Diskussion um das Gewicht beendet werden. Bei gleichem Höchstabfluggewicht wurde auch der Spielraum durch Wasserballast größer. Zuletzt wurden auch Varianten mit Winglets gesichtet.


Technische Daten

LS-3 LS-3a LS-3-17
Konstrukteur Wolf Lemke
Erstflug 1976 1978  ?
Bauart Flächen: GfK-Schaum-Sandwich, Rumpf: GfK
Flügelprofil Wortmann FX-67-K-170 (modifiziert)
Klasse Rennklasse Rennklasse -
Abmessungen
Spannweite 15 m 15 m 17 m
Streckung 21,4 21,4 25,8
Länge 6,84 m
Flügelfläche 10,5 m² 10,5 m² 11,22 m²
Massen und Zuladung
Sitzplätze 1
Leergewicht 270 kg 243 kg 255 kg
Wasserballast 120 kg 150 kg -
max. Fluggewicht 472 kg 472 kg 370 kg
Flächenbelastung ca. 35 - 45 kg/m² ca. 33 - 45 kg/m² ca. 30 - 33 kg/m²
Flugleistungen
beste Gleitzahl ca. 40,7 ca. 41,8 ca. 44
Abrissgeschwindigkeit 64 km/h 62 km/h 60 km/h
geringstes Sinken 0,62 m/s 0,60 m/s 0,55 m/s

Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen


Weblinks

  • Die Geschichte der LS-Flugzeuge

Gruppenreise

Gruppenreisen sind Reisen, an denen eine größere Anzahl von Personen als geschlossene Gruppe teilnimmt. Als besonderes Merkmal ist in der Regel die Teilnahme aller Mitreisenden am gesamten Reise(Besichtigungs)programm. Der einzelne Teilnehmer wird manchmal seine persönlichen Interessen zugunsten des Gruppeninteresses zurück stellen müssen. Er wird nicht so zeitflexibel sein können, wie beispielsweise bei einer Individualreise oder auch bei einer Pauschalreise (die aber durchaus auch eine Gruppenreise sein kann). Typisches Transportmittel ist der Reisebus, wobei zunehmender Weise auch Billigflieger bei Städtereisen eingesetzt werden.

Es gibt keine Definition, die eine Mindestgröße einer Gruppenreise bestimmt. Aber man wird wohl erst ab 15 Personen von einer Gruppenreise sprechen.


Vorteile einer Gruppenreise

Der wohl wichtigste Vorteil ist der finanzielle gegenüber einer Individualreise. Beispielsweise gewähren Hotels, Museen und andere Besichtigungspunkte meist einen Gruppentarif, der deutlich unter dem Preis an Einzelreisende, an Private liegt. Manche Einrichtungen gewähren bereits bei kleinere Gruppen deutliche Ermäßigungen. Es gibt jedoch keine festen Größenbegriffe (manche gewähren bereits bei 10 Personen Ermäßigungen, andere erst ab 15, die meisten ab 20 Personen). Während Museen und Sehenswürdigkeiten die Preise häufig im Internet darstellen, erhält man Gruppenpreise in Hotels und Restaurants nur auf konkrete Anfrage.

Weiters gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten (Burgen, Museen), Firmen und Transportmittel (Schifffahrt u. ä.), die nur als Gruppe buchbar sind, die nur für Gruppen ihre Tore öffnen. Alleine stünde man vor verschlossenen Türen. Auch ist der komplette Programmablauf organisiert. Man steigt beispielsweise im Stadtzentrum aus dem Bus und lästiges Parkplatzsuchen fällt weg.

Nicht zu vergessen der gesellschaftlich-soziale Aspekte einer Gruppenreisen. Man ist nicht alleine unterwegs und kann leichter neue Kontakte innerhalb der Gruppe knüpfen.


Nachteile einer Gruppenreise

Zeitliche Einschränkungen müssen hingenommen werden. Da ein Zeitplan eingehalten werden muss, bleibt oft nicht genügend Spielraum, um länger an einem Ort verweilen zu können.

Ein nicht ergründbarer Nachteil ist oft, dass die Gruppe in Restaurants oder im Hotel bei den Essen zum Einen alle zugleich erscheinen sollten und zum Anderen oft gezwungen sind, gemeinsam mit anderen Personen an mehr oder weniger großen Tischen Platz zu nehmen.

Gruppenreisen findet nur zu bestimmten, von vorne herein festgelegten Terminen statt.


Rechtliche Beurteilung von Gruppenreisen

Gruppenreisen fallen in Deutschland und Österreich unter das Reiserecht.

Daher braucht sich ein Teilnehmer einer Gruppenreise im Falle von Problemen keine Sorgen machen. Sein Ansprechpartner für alle im Programm versprochenen Leistungen ist der Reiseveranstalter. Man muss also nicht mit dem griechischen Hotelier streiten, sondern man reklamiert zunächst beim Reiseleiter oder Busfahrer. Und sollten diese nicht Abhilfe schaffen können, so kann man nach Rückkehr zu Hause seine Forderungen an den Reiseveranstalter stellen.

Dieser Absatz setzt natürlich voraus, dass die Gruppenreise bei einem Reiseveranstalter gebucht wurde, der die gesetzlichen Vorschriften erfüllt.

Problematisch wird es, wenn Privatpersonen oder Clubs Gruppenreisen im eigenen Namen veranstalten. Hier kommt es zu privaten Haftungen der Organisatoren mangels einer Haftpflichtversicherung sowie Verstöße gegen EU-Reiserichtlinien wie Veranstalterhaftpflicht und nationalen Vorschriften (Gewerbeordnung).
Homepage Gruppenreisen.de

CAT (Amateurfunk)

CAT steht als Abkürzung für Computer Aided Tuning (selten auch für Computer Aided Transceiver), und beschreibt das Verfahren, einen Empfänger oder ein Amateurfunkgerät vom PC aus fernzusteuern. Diese Abkürzung hat sich insbesondere im Amateurfunkdienst eingebürgert.

Moderne (Amateur-)Funkgeräte (Transceiver) sind durchweg digital gesteuert, viele Hersteller statten diese mit einer Schnittstelle aus, über die eine Kommunikation mit weiteren Funkgeräten oder aber mit einem Computer stattfinden kann.
So können sich mehrere Geräte, z.B. Sender und Empfänger gegenseitig mit Daten austauschen , z.B. über Frequenz und Betriebsart, oder aber der Operator hat die Möglichkeit, sein Funkgerät fernzusteuern oder die Informationen von anderen Programmen auswerten zu lassen, z.B. automatisches aufnehmen der Daten ins Logbuch oder Abstimmen des Transceivers auf eine DX-Station, ebenfalls eine Doppler-Korrektur beim Betrieb über Satelliten (OSCAR) ist möglich.

Über CAT können teilweise sehr viele Parameter des Funkgerätes ausgelesen und verändert werden, zumindest aber die Frequenz und Betriebsart. Darüber hinaus noch sehr viele spezifische Funktionen wie Filter, Abschwächer, Vorverstärker, Schwundregelung, Sendeleistung, Speicherkanäle etc. Diese Funktion variieren sehr von Hersteller zu Hersteller und von Modell zu Modell.

Die Kommunikation erfolgt in der Regel seriell, jedoch nicht Pegelkonform zum RS232-Standard, viele Geräte verarbeiten nur TTL-Pegel, beim Anschluss an einen PC ist daher ein Pegelkonverter notwendig. Geläufig findet sich die Bezeichnung CAT-Kabel, was eine fertig konfektionierte Einheit aus Stecker, Pegelkonverter und Verbindungsleitung darstellt. CAT-Kabel werden von vielen Herstellern als Zubehör angeboten, können aber auch selbst relativ einfach hergestellt werden.

Mit dem zunehmenden Einzug des PCs ins Shack und der Digitalisierung der Transceiver bei immer weiter gehender Komplexität der Bedienmöglichkeiten erfreut sich das CAT immer größerer Beliebtheit bei Funkamateuren, nicht zuletzt auch durch das Vorhandensein leistungsfähiger CAT-Programme für den PC, diverser Autoren, darunter auch viele Freeware. So ziehen es viele Funkamateure vor, ihren Transceiver bequem per Mausklick zu bedienen, statt sich mit kleinen Tasten und unverständlichen Menüs aubzugeben.

Durch das CAT-System kann das Funkgerät auch abgesetzt vom Operator betrieben werden, z.B. auf dem Dachboden, nah bei den Antennen oder an einem ganz anderen Ort auf der Welt, die Datenkommunikation wird dann über das Internet vorgenommen. Hier ist noch sehr viel Spielraum für Experimente.


Weblinks

  • http://www.ham-radio.ch/doc/CATbox.pdf Schaltungsvorschläge für CAT-Interface diverser Hersteller

Indirect rule

Der Begriff Indirect rule bzw. Indirekte Herrschaft bezieht sich im engeren Sinne auf eine bestimmte Art der Europäischen Kolonialpolitik im 19. und 20. Jahrhundert, wie sie insbesondere für das British Empire typisch ist.

Im weiteren Sinne werden mit indirect rule alle Herrschaftsmethoden gekennzeichnet, bei der die Machtausübung vermittelt über örtliche und traditionelle Herrschaftsstrukturen geschieht. In fast allen britischen Kolonien (Ausnahmen sind z.B. die Karibikstaaten und Burma) wurden die lokalen Machtstrukturen in die Kolonialverwaltung miteinbezogen. Der Gegenbegriff zur indirect rule ist direct rule: Für das französische Afrika etwa ist typisch, dass nahezu alle traditionellen Herrschaftsstrukturen zerschlagen und durch französische Einrichtungen ersetzt wurden. Im britischen Herrschaftsbereich fand das Systemn der indirect rule keine Anwendung in den sogenannten Kronkolonien.

Der Gegenbegriff zu Indirect Rule ist Direct Rule. Als Beispiel aus den letzten Jahrzehnten findet sich der Begriff Direct Rule als offizielle Bezeichnung der Regierungsweise Nordirlands durch einen London direkt unterstellten Nordirlandminister.


Hintergrund

Nach der Eroberung eines Territoriums ist es oft sehr aufwändig oder teuer, die bestehenden Macht- und Verwaltungsstrukturen zu ersetzen. Wenn man nicht, wie etwa die Phönizier oder Portugal, weitgehend auf die Kontrolle des Hinterlandes verzichten will, ist es notwendig, durch geeignete Maßnahmen das Hinterland in das eroberte Territorium zu inkorporieren. Die existierenden Strukturen zu belassen und sich ihrer zu bedienen, schafft nicht nur Vertrauen bei der Bevölkerung des eroberten Gebietes, oftmals sind die etablierten Strukturen auch bereits besser an die lokalen Erfordernisse und Bedingungen angepasst. Zugleich erlaubt die Einbindung der lokalen Strukturen auch das machtpolitische Spiel mit diesen, so dass die Kontrolle unter Umständen durchgreifender sein kann als bei direct rule - die Kolonialmacht kann es so sogar schaffen, als Anwalt und Schlichter bei Streitigkeiten unter den lokalen Eliten aufzutreten und damit ihren machtpolitischen Spielraum sukzessive vergrößern. Ein historisch bedeutsames Beispiel für dieses Vorgehen bietet das Römische Reich insbesondere in seinen östlichen und südlichen Gebieten.

Auch die Indirect rule war entgegen ihrem Anspruch immer mit bedeutenden Eingriffen in die beherrschte Gesellschaft verbunden. In keinem Fall war dem betroffenen Gebiet unter indirekt rule eine eigenständige Entwicklung möglich:

  • Die Zustände in dem “indirekt” beherrschten Gebiet wurden “eingefroren”, demokratische Entwicklungen z.B. waren nicht vorgesehen und bedrohten das Herrschaftsmodell. Der jeweilige traditionelle Herrscher hatte mit den britischen oder anderen Kolonialherren eine Macht im Rücken, die es ihm erlaubte, jede nicht genehme Entwicklung in seinem Herrschaftsbereich zu unterbinden.
  • In vielen Fällen handelte es sich zudem nur um die europäische Interpretation eines Zustandes. Dies traf besonders auf Gebiete zu, in denen akephale Gesellschaften existierten, die über keine Herrschaftsstrukturen verfügten, die den Vorstellungen der Kolonialherren entsprachen. Hier waren die unter britischer Herrschaft stehenden “traditionellen Autoritäten” häufig bewußt oder unbewußt von diesen erst erschaffen wurden.


Theoretische Ausformung

Eine systematische Theorie der indirect rule wurde von dem Briten Frederick Lugard zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt. Ab 1914 hatte er die Gelegenheit, seine Theorien in seiner Eigenschaft als Generalgouverneur auf die nördlichen Gebiete des heutigen Nigeria anzuwenden und sie so einem Praxistest zu unterwerfen. Nachdem er sein Amt niedergelegt hatte, fasste er seine Erkenntnisse zu einer Theorie der indirect rule zusammen und veröffentlichte sie 1922 in dem Buch “The Dual Mandate in Tropical Africa”. Dieses Werk wurde zum Handbuch der britischen Kolonialbeamten im gesamten Empire.


Siehe auch

  • Imperialismus
  • Häuptling
  • Herrschaft
  • Macht
  • Publicani

Panamax


Panamax (gebräuchlich ist auch die Bezeichnung PanMax) ist ein Begriff aus der Schifffahrt und bezeichnet Schiffe, insbesondere Containerschiffe, die anhand ihrer Abmessung gerade noch
durch die Schleusen des Panamakanals passen, die jeweils 1.000 ft (305 m) lang, 110 ft (33,5 m) breit und 85 ft (26 m) tief sind.
Den Begriff Panamax gibt es nicht nur in der Containerschifffahrt. Es gibt z.B. auch Panamax-Bulker.

Ein Panamax-Schiff ist entsprechend typischerweise um die 965 ft (294 m) lang, 106 ft (32,3 m) breit bei einem Tiefgang von 39,5 ft (12,04 m).
Dies ist dann sehr eng bemessen und lässt kaum Spielraum für Fehler bei der Steuerung.

Ein weiteres Problem von Panamaxschiffen ist, dass sie nicht bis zu ihrer maximalen Zuladung beladen werden dürfen, wenn sie den Kanal passieren wollen, da sonst der Tiefgang zu groß wäre.
Den Tiefgang so abzustimmen, dass das Schiff bei maximaler Beladung noch den Tiefgang einhält, ist äußerst schwierig und stellt eine zusätzliche Herausforderung für den Ladeoffizier dar. Dabei ist zu beachten, dass die obere Haltung des Kanals, der Gatúnsee, aus Süßwasser besteht und deshalb der Auftrieb einige Prozent geringer als im Seewasser ist.

Nach heutigem Standard sind solche Schiffe lediglich mittelgroß.
Viele moderne Postpanamax-Containerschiffe sind im Sinne besserer Kosteneffektivität so groß wie möglich (und passen folglich nicht durch den Panamakanal).

Erst durch den (geplanten) Bau neuer Schleusen könnten mehr und größere Schiffe im Panamakanal abgefertigt werden. Diese Schleusen sollen jedoch auch nur 45 Meter Breite aufweisen, womit die neuen Suezmax Schiffe mit etwa 55-56 Metern Schiffsbreite den Kanal nicht passieren können.


Siehe auch

  • Schiffsgrößen und Wasserstraßen


Weblinks

  • Autoridad del Canal de Panamá - Vessel Requirements